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Und noch einmal: Skifahren Dezember 8, 2007

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Für die Uni gab es diese Woche viel zu tun: am Dienstag und Donnerstag mussten zwei Abschlussessays abgegeben werden und am Mittwoch waren zwei Politikklausuren zu schreiben. Ein hartes Programm was belohnt werden musste. Deshalb ging es noch einmal für einen Tag auf unseren Haushügel. Und viele Faktoren haben diesen Ausflug zu einem Knüller gemacht: erstens war das Skivergnügen umsonst (mit vielen Tricks lässt sich in Kanada so manches erreichen), die Sonne schien ununterbrochen, und wir fanden jede Menge unberührte Tiefschneepisten die über ein herrliches Wolkenmeer führten. Alles in allem also ein netter Trip, sodass morgen mit gutem Gewissen weiter gelernt werden kann; es stehen nächsten Donnerstag nämlich noch zwei Englischklausuren an.

Fotos gibts von dem heutigen Ausflug nicht viele, die meisten Sehenswerten Bilder wurden mit meinem „runden“ Objektiv fotografiert, und da die dazugehörige Kamera analog ist dauert das ein paar Tage. Einen Vogel habe ich jedoch abschießen können: Super-Stefan, ein besonders begabter Pistenartist, der auch ohne Skier immer ein gutes Bild abgibt.

Winter auch in Kamloops November 28, 2007

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Auf dem Bild nicht so deutlich zu erkennen, aber wahr: Kamloops ist nun endlich schneeweiß. Und kaum hat der Winter auch hier richtig angefangen, sind die Kanadier in ihrem Element. Verrückte Snowboarder lassen sich von Autos durch die Straßen ziehen, kichernde Studentinnen bauen Schneeengel, und stolze Kerle beweisen echt männliche Fahrkunst mit ihren Pick-up Trucks auf vereisten Parkplätzen. Tja, und unser einst versucht so schnell wie möglich die letzten Essays hinter sich zu bringen, um zumindest noch einige Tage auf Skiern verbringen zu können, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Zu den positiven Ereignissen zählt mein einmaliger Gewinn des universitätsweiten Fotowettbewerbs der Austauschstundenten. Als Preis gab es das Gewinnerbild in einem hübschen Rahmen und ein Essensgutschein für Kamloops „besten“ Italiener – oder besser gesagt Schweizer der italienisch kocht und serviert. Ich war wirklich geschmeichelt, aber nachdem mir einige Leute vorwarfen das Bild komplett gefälscht (gephotoshopped) zu haben, war ich doch ein wenig verwirrt.

Wie auch immer, in den nächsten Tagen steht noch viel Arbeit für die Uni an, aber ich sehe Licht am Ende des Tunnels!

Und hier noch ein paar runde Bilder, muss auch mal wieder sein.

 

Auf Skiern durch das Wochenende November 18, 2007

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Es war Wochenende, und somit mal wieder Reisezeit. Da man in Kanada nichts besseres zu tun hat als Mitte November Ski zu fahren, ging es für uns in das Marmot Basin Ski Resort, einem Skigebiet im Nationalpark Jasper…Ja Ihr habt richtig gehört: ein Skigebiet im Nationalpark. Nunja, trotzdem haben wir uns Freitag morgen um 1 Uhr mit unserem gemieteten Pickup-Truck auf dem Weg gemacht. Wir brauchten ganze neun Stunden für rund 400 Kilometer; Grund dafür waren die chaosartigen Schneebedingungen, der Sprung in eine neue Zeitzone, und jede Menge wildes Getier auf und neben der Straße. Glücklicherweise kamen wir pünktlich im Skigebiet an und es konnte losgehen. Da nur vereinzelte Pisten befahrbar waren, gab es den Skipass für die Hälfte des Preises und nebenbei hatte man einen fantastischen Blick auf den Nationalpark. Trotzdem waren bestimmte Aspekte anders als in den Alpen: Auf den Skihütten gab es keine anständige Bratwurst oder Kasnocken, es waren zu 90 Prozent Snowboarder unterwegs, und es gab weit und breit keine Buckelpisten. Alles in allem hat es aber Spaß gemacht endlich mal wieder Ski zu fahren und ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich Mitte November durch tiefsten Puderschnee gewedelt bin!

Vancouver November 12, 2007

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Vancouver

Eigentlich wollten wir am Sonntag einen eintägigen Skitrip nach Lake Louise wagen, aber da das Skigebiet dort total überfüllt war, haben wir uns spontan umentschieden. Am Samstag Abend ging es nach Vancouver. Wirklich viel geschafft haben in den 20 Stunden Aufenthalt natürlich nicht: Abends haben wir Downtown unsicher gemacht, und nach drei Stunden Schlaf habe ich als einziger das Hotel verlassen und die Stadt erkundet. Abgesehen vom miserablen Wetter war ich beeindruckt: die Innenstadt hat eine schöne Lage an der Küste, einen schönen Hafen, eine optisch nette Skyline, schöne Stadtparks, und ein einzigartiger, multikultureller Flair. Das größte Problem der Stadt (wie so viele in British Columbia) ist die Obdachlosigkeit vieler Menschen. Direkt im Stadtzentrum gab es bestimmte Straßen die quasi von Obdachlosen eingenommen sind. Die Touristen und Einwohner schauen gepflegt weg und die Politiker denken erst einmal darüber nach wie sie die Obdachlosen bis 2010 (Olympische Winterspiele) aus der Stadt bekommen.

IchNight

Für Touristen ist die Stadt generell zumindest einen Besuch wert. Gerne hätte ich mehr von Vancouver gesehen, aber bestimmt werde ich das noch nachholen.

Der Bittere Kampf auf dem Eis Oktober 28, 2007

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Ich war noch nie ein fanatischer Anhänger des Eishockeysports. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich es schon als Kind nie verstehen konnte wieso sich die Jungs bei jedem Spiel mindestens einmal verprügelten. Außerdem hatte ich immer Probleme den Puck zu verfolgen. Und jeder kann verstehen, dass ein solches Spiel sehr langweilig werden kann wenn man das zentrale Spielobjekt nur alle fünf Minuten zu Augen bekommt. Nichts desto trotz habe ich am Freitag Abend das erste mal in meinem Leben ein Eishockeyspiel live miterlebt. Leider war das Spiel keine Begegnung der NHL (National Hockey League), der wohl besten Eishockeyliga der Welt. Stattdessen sah ich eine leidenschaftliche Auseinandersetzung zwischen den Kamloops Blazers und den Kelowna Rockets. Beide Teams spielen in der Western Hockey League, ein Bestandteil der kanadischen Liga mit Spielern im Alter von 15-20 Jahren. Naja, hört sich alles schlimmer an als es letztendlich war. Es war super Stimmung, es wurde mächtig geprügelt und es fielen viele Tore: Kamloops gewann 5:3 und langsam aber sicher finde ich gefallen an dieser Sportart!

Der Erste Tag auf Ski Oktober 21, 2007

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Wir haben es gewagt: einen Monat vor dem offiziellen Start der Skisaison haben wir, zwei süddeutsche Skifanatiker und meine Wenigkeit, die verschneiten Berge in Angriff genommen. Es sollte nach Sunpeaks gehen, ein Skigebiet quasi direkt vor unserer Haustür (Fahrzeit etwa 20 Minuten, für kanadische Verhältnisse wirklich sehr nah gelegen). Da noch kein Skilift in Betrieb gewesen ist, mussten wir zu alternativen Mitteln greifen um an Höhe zu gewinnen. So zogen wir uns Schneeschuhe an, montierten unsere Skier auf den Rücken, und los konnte es gehen. Das Wandern mit den Schneeschuhen machte wirklich Spaß, und wir kamen zügig vorwärts. Auf dem Weg trafen wir viele hüpfende Bergziegen und zutrauliche Rehe, und glücklicherweise keine Bären (es heißt sie sollen kurz vor ihrem Winterschlaf besonders hungrig sein!). Nach etwa drei Stunden waren wir so weit, dass wir uns auf ausreichender Höhe befanden, um uns auf unsere Skier zu stellen und abzufahren.

Mit zwei Problemen wurden wir am heutigen Tag jedoch unmittelbar konfrontiert. Das Wetter war nicht unbedingt bombig. Es schneite und stürmte ununterbrochen. Die Verhältnisse machten dem Namen des Skigebiets wirklich keine Ehre. Ab einer gewissen Höhe haben wir keine zwei Meter gesehen, weshalb ich auch keine „bombastischen“ Fotos schießen konnte. Außerdem war noch keine einzige Piste präpariert. Zwar bedeutete das, dass wir wunderbaren Puderschnee erleben durften, aber darüber hinaus begegneten wir alle zehn Meter einen umgefallenen Baum. Außerdem ragen etliche Pflanzen aus dem Boden, obwohl der Schnee wirklich schon massig vorhanden war.

 

 

Aufgrund der miserablen Pistenverhältnissen hatten wir dann mehr oder weniger die Schnauze voll als wir bei Dämmerung im Tal zurückkehrten. Trotz allem war der Ausflug „mal was anderes.“ Ich bin nun einfach nur froh frisch geduscht und mit einer Tasse heißen Tee daheim zu sitzen.

Uni-Alltag, Volle Nase, und Affenskälte Oktober 18, 2007

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Wie so vielen Studenten aus dem Ausland hat auch mich die Erkältung gepackt. Im Gegensatz zu meinen Leidensgenossen sind jedoch nicht die ungewohnt penetranten Klimaanlagen der Auslöser gewesen, sondern meine spontane Radtour letzten Samstag. Der „kleine“ Trip umfasste „Tour-de-France-ähnliche“ Steigungen und ich war alles in allem zu warm angezogen und zu faul bei jedem anstieg die Jacken und Pullis auszuziehen. Ich bin also selbst Schuld daran, dass ich dieses Wochenende nicht, so wie viele andere, einen größeren Ausflug unternehmen kann. Außerdem darf ich mich nicht beschweren, dass ich in dieser Woche mit Mühe und Not durch meine Midterm-Examen schlagen musste. Hoffen wir also, dass ich die Klausuren aufgrund meiner mangelnden Konzentrationsfähigkeit nicht in den Sand gesetzt habe. Aber bisher liefen meine Essays und Hausarbeiten sehr gut, warum soll es nicht so weitergehen.

Gestern habe ich überraschenderweise einen vollen Fotofilm in meiner Hosentasche gefunden; da viel mir doch ein, dass ich ab und zu mit meiner kleinen Spielzeugkamera herumhantiere. Also muss ich mal wieder gegen den Willen vieler meiner Familienmitglieder, welche die rundlichen Formen dieser Bilder kritisiert, einige Schüsse zum besten Geben. Unter anderem ist ein Foto vom Strand dabei. Ich kann mich erinnern, dass wir vor 4 Wochen noch ohne T-Shirt in der Sonne lagen. Zu meinem Entsetzen muss ich heute feststellen, dass es regnet, der Wind tödlich, und die Luft affenkalt ist. Alles in allem muss ich akzeptieren, dass der Golden Summer in Kanada vorüber ist. Adieu!

 

Auszeit an Thanksgiving Oktober 9, 2007

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Der Grund wieso ich längere Zeit nichts Neues gepostet habe ist neben meiner furchtbaren Faulheit das arbeitsintensive Studium. In vieler Hinsicht mache ich mir selbst zu viel Arbeit, aber die Arbeitsatmosphäre in den Seminaren spornt an und die Themenbereiche sind einfach unheimlich interessant. Nichts desto trotz brauchte ich unbedingt Abstand von der Stadt; am  Freitag, pünktlich zum Start des verlängerten Thanksgiving-Wochenendes, stiegen vier andere Austauschstudenten und ich relativ spontan ins Auto und fuhren los, ohne wirklich festes Ziel und Pläne. So war auch der gesamte Trip: spontan, überraschend, und sehr lustig.

 

Besonders positiv habe ich die außergewöhnlichen Menschen empfunden, die ich auf dem Trip kennengelernt habe. Darüber hinaus natürlich die atemberaubende Natur, die sich in einer besonderen Vielfalt präsentiert hat: in Kelowna, der zweitgrößten Stadt in British Columbia, und den umliegenden Weingebieten war es sehr mild, und farbenprächtig.

 

Okanagan Valley

 

Doch sobald wir ein paar Meter höher kamen, wurde es kühl und der Boden war mit massig Schnee bedeckt.

 

Lake

 

Hier noch einige Bilder vom Ausflug. Ich verbleibe mit dem Versprechen öfters etwas in den Blog zu schreiben. Vielleicht auch ab und zu einmal ohne Fotos.

 

Lake in hdrKelowna

 

AutoStrand bei Kelowna

Woche 2 – Der Alltag Beginnt September 8, 2007

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CampusNahezu schockiert stand ich am Dienstag morgen auf dem Campus und betrachtete die Menschenmassen welche die ersten Vorlesungen des Semesters besuchten. War doch das Gelände der Uni in den Tagen zuvor wie leergefegt, musste man nun vorsichtig sein, dass man den Leuten nicht auf die Flip-Flops tritt. Das größte Getümmel befand sich diese Woche im Universitätsinternen Bookstore, in dem sich jeder Student für etwa 500$ mit Pflichtlektüre eindeckte. Kopieren ist hier strengstens verboten, zumindest mehr als zehn Prozent eines Buches. Copyright wird hier ganz groß geschrieben.

ResDas Wohnheim in dem ich wohne ist übrigens äußerst komfortabel: geräumige Zimmer, eine schöne Aussicht, und neue Einrichtung. Der einzige Haken an der Geschichte ist die Hellhörigkeit der Wände und Decken. Am Wochenende ist es also sinnlos vor 3 Uhr morgens ins Bett zu gehen; man bekommt eh kein Auge zu.

 

Als Ausgleich zum studieren sind wir viel in der Natur; siehe unten!

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Ach, und bevor ich es vergesse: Das kleine Kamloops hat auch ein sogenanntes „Nachtleben“, wenn auch nur im begrenzten Ausmaß. Mir gefallen besonders die Country-Bars. Da wird noch richtig gefeiert!

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Woche 1: Aller Anfang ist Schwer September 4, 2007

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Oben seht Ihr ein paar Schnappschüsse meiner ersten Erlebnisse in Kanada. Heute beginnt die Vorlesungszeit und damit der Alltag. Bisher hatte ich Mühe mich einzugewöhnen, aber langsam aber sicher fühle ich mich wohler in meiner Übergangsheimat. Bilder vom gestrigen Trip zum Wells Gray Provincial Park und Aufnahmen vom Campus folgen in den nächsten Tagen.